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Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite 
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Beitrag Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Hallo!

Ich werde mich - nach langen Jahren Abstinenz - mal wieder an einer Story versuchen. Habe früher im offiziellen EA-Forum ein paar Stories geschrieben und verspüre nun wieder Lust dazu.
Allerdings wird die Form der Story einen anderen Charakter haben als meine alten im anderen Forum. Ziel ist es dieses Mal eine wirkliche Laufbahn zusammenzubringen und nicht nur über 1-2 Saisons zu schreiben. Dies bedingt, dass es nicht zu jeder Spielwoche 1-2 Beiträge geben wird, sondern dies eher in komprimierter Form passieren wird. Berichtet wird somit in Meilensteinen, wobei ich dennoch gewährleisten will, dass der jeweilige Saisonverlauf nachvollziehbar bleibt.

Nun zu den Eckdaten:
Gespielt wird mit dem FM 2014.
An der Datenbank wurde fest rumgebastelt: Unterschiedliche Downloads befinden sich darin. Spielerwerte oder Talente wurden aber von mir nicht verändert.
Die gröbsten Veränderungen gibt es in den Ligascripts, die ich großteils selbst erstellt habe.
Fernsehgelder hab ich soweit bekannt an reale Gegebenheiten angepasst.
Transfer- und Zuschauermulitplikator, sowie Fernsehgelder anderer Länder nach einer von mir erstellten Formel berechnet.
Gespielt wird im 3D-Modus, Schwierigkeit in allen Stufen auf schwer, Talent- und Stärke wurde auf unsichtbar geschaltet.

Simulierte Ligen:
Österreich: Tipp3 Bundesliga, Heute für Morgen Erste Liga
Belgien: Pro-League
Deutschland: 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga
England: Barclays Premier League, Football League Championship
Frankreich: Ligue 1
Griechenland: Superleague
Italien: Serie A, Serie B
Niederlande: Eredivisie
Portugal: Liga Portuguesa
Russland: Russian Premier League
Schottland: Scottish Premiership
Schweiz: Raiffeisen Super League, Challenge League
Spanien: Liga BBVA
Türkei: SüperLig
Zypern: First Division
Australien: Hyundai A-League
Brasilien: Serie A, Serie B
USA: Major Soccer League

Spielfigur:
Ich agiere im Spiel als fiktive Figur mit dem Namen Pedro Lopes Zonta. Den Einstellungen entsprechend ist Lopes Zonta Spielertrainer. Für die Story wird die Funktion des Trainers, Managers und des Spieler aber getrennt sein und es werden auch andere Namen als Trainer genannt, wenngleich ich als Spieler selbst die Zügel in der Hand habe.

Pedro Lopes Zonta:
Pedro Lopes Zonta stammt aus der Stadt Recife und kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Durch ein Sozialprojekt ist er in jungen Jahren der Straße entkommen und verfügt auch über einen Bildungsabschluss. Bei einem Futsal-Turnier wurde er von den Scouts von Sport Recife gesichtet und kam nach einem Probetraining in die Jugendmannschaft von Sport Recife. Mit Beginn der Saison 2013/14 steht die Hauptfigur erstmals im Kader von Sport Recife.

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Verein: Sport Recife
Der Sport Club do Recife, in der Regel schlicht und einfach Sport genannt, ist ein brasilianischer Fußballverein aus der Stadt Recife im Bundesstaat Pernambuco. Der „Löwe des Nordostens“ (Leão do Nordeste), wie der Verein auch gerne bezeichnet wird, spielte nach dem Abstieg seit 2013 wieder in der Série B, der zweithöchsten Spielklasse Brasiliens.

Sport wurde am 13. Mai 1905 von Guilherme Fonseca ins Leben gerufen. Im selben Jahr bestritt der Verein sein erstes Spiel gegen die English Eleven, ein Team gegründet von englischen Einwanderern. Das Spiel endete 1:1 und Torquato Gonçalves erzielte das erste Tor für den jungen Klub. 1915 nahm Sport zum ersten Mal an der Staatsmeisterschaft, dem Campeonato Pernambucano teil. Im Finale am 16. Dezember 1916 besiegte der Sport Club do Recife den Ortsrivalen Santa Cruz FC mit 4:1 und gewann damit erstmals die Provinzmeisterschaft. Im Jahr 1987 errang Sport Recife, unter Trainer Émerson Leão, zum bislang einzigen Mal die nationale Meisterschaft, das Campeonato Brasileiro.

In den 1990ern erlebte die Mannschaft eine Talfahrt, die von Auf- und Abstiegen gezeichnet war. 2006 kehrte gelang aber letztendlich die Rückkehr in die Série A. Als besonders erfolgreich wird aber das Jahr 2008 in die Vereinsgeschichte eingehen. Es gelang nicht nur, zum dritten Mal in Serie den Staatsmeistertitel von Pernambuco zu gewinnen und auch mit einem guten 11. Rang in der Série A die Klasse zu halten, sondern auch der erste Gewinn im nationalen Pokalwettbewerb, der Copa do Brasil. Im Finalhinspiel verlor Sport im Juni vor der Rekordkulisse des Turnieres von 63.871 Zusehern im Morumbi-Stadion von São Paulo gegen die gastgebenden Corinthians mit 1:3. Der Treffer des Wechselspielers Enilton in der Schlussminute war dabei Gold wert, denn damit genügte dem Team aus Recife ein 2:0 im Rückspiel im Juni um aufgrund der Auswärtstorregel den Pokal zu gewinnen. Damit ist Sport nicht nur der erste Verein aus dem Norden des Landes der diesen Wettbewerb gewinnt, sondern auch zum zweiten Mal für die Copa Libertadores qualifiziert. Der Club ist am Ende der Saison 2009 als 20. und letzter mit nur 7 Siegen und 31 Punkten aus 38 Spielen abgestiegen. Im Jahr 2011 schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg in die erste brasilianische Liga. In der Saison 2012 stieg der Verein jedoch als Siebzehnter direkt wieder ab.

An dieser Stelle steigt die Story ein, wenngleich ob der Besonderheit des FM der Meisterschaftsrhytmus jenem der europäischen Ligen angepasst ist und die Saison somit von Juli bis Juni läuft. Somit beginnt der Weg von Pedro Lopes Zonta in der zweiten Liga von Brasilien.


15. April 2016, 13:24
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Die Ausgangslage:

Sport Recife war nach dem Abstieg in die Serie B stark angeschlagen. Der Kader war viel zu groß, die Spieler viel zu teuer und die Einnahmen viel zu niedrig. Von Anfang an war klar, dass hier ein großer Umbruch her müsste. Ansonsten wäre es für den Verein nicht möglich die Saison zu finanzieren:

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Auf dem wirtschaftlichen Sektor wurde also ganz klar Einnahmen durch die Fans (Tickets und Merchandising), sowie durch Fernsehgelder gesetzt. Zusätzliches Fernsehgeld gab es aber nur für die ersten 4 der Liga. Damit war auch klar, welches sportliches Ziel für diese Saison vorgegeben werden musste:

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Die nötige Qualität im Kader gab es dafür durchaus. Doch diese würde in den ersten Wochen der Saison abnehmen müssen, waren doch schließlich 6,7 Millionen Dollar an Gehaltskosten einzusparen. Dennoch ein Blick auf den Gesamtkader:

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Die ersten Veränderungen in diesem Kader gab es noch vor dem ersten Saisonspiel:

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Damit hatten zwei absolute Leistungsträger - die auch die Gehaltsliste anführten - neue Arbeitgeber auf anderen Kontinenten gefunden. Ein notwendiger Akt zum Leidwesen der Fans, doch zum Vorteil unseres Protagonisten, der auf diese Weise in den Kader für das erste Saisonspiel rutschte:

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14. Juli 2013: Erstes Spiel als Profi

„Es ist soweit“, dachte ich mir in dem Moment, als ich Marcelo Martelotti meinen Namen rufen hörte. Schnurstracks drehte ich mich um und machte mich auf den zirka hundert Meter langen Weg zur Trainerbank. Auch wenn es nur ein paar Sekunden dauerte, bis ich diesen Weg zurückgelegt hatte, kam es mir wie eine halbe Ewigkeit vor. Die Situation war einfach surreal. Noch vor wenigen Monaten hätte ich es mir nie erträumen lassen, dass ich eines Tages tatsächlich Fußballprofi sein würde. Nun war ich aber 2520 km von meiner Heimatstadt entfernt im Estadio Muncipial und es würde nur mehr wenige Momente dauern, bis ich das Trikot der Leãos am Spielfeld tragen würde. Ich fragte mich natürlich auch ob Ramos und seine Jungs oder vielleicht sogar meine Brüder diesen Moment mitbekommen würden. „Vielleicht wären sie dann stolz und es würde eine Chance auf Versöhnung geben“, dachte ich mir. Viel wahrscheinlicher war allerdings, dass sie diesen Tag, wie alle Tage an denen Sport spielte, für ihr Tagesgeschäft nutzen würden. Nur wenn die Selecao spielte waren die Menschen noch unachtsamer. Dies machte sie auch zu leichten Opfern. Schnell war die Brieftasche, die Armbanduhr oder auch eine Halskette erobert und falls es jemand bemerkte, ging der Aufschrei im allgemeinen Trubel des Fußballs unter. Es war also so, dass diesen für mich so wichtigen Moment niemand aus meiner Familie mitbekommen würde, und falls doch, hätten sie ihn ignoriert oder sich dafür geschämt. In ihren Augen war ich ja immer noch ein Verräter, der sie aus egoistischen Gründen verlassen und sie im Stich gelassen hatte.

Daran wollte ich in diesem Moment aber nicht denken. Es hätte mich zermürbt und mich traurig gemacht. Dabei musste und sollte ich glücklich sein. Denn so viel Glück, wie ich in den Jahren, Monaten und Wochen zuvor hatte, hatten nicht viele Menschen. Hätten mich Leonis und Benson nicht von der Straße geholt, so hätte mich Martelotti nie entdecken können. Wäre Sport in der letzten Saison nicht in die Serie B abgestiegen, wäre Martelotti nicht Trainer der ersten Mannschaft, sondern würde nach wie vor als Jugendkoordinator agieren. Wäre der Verein nicht pleite, so hätte er in die Mannschaft investiert und nicht die Leistungsträger verkauft und durch Nachwuchsspieler wie mich ersetzt.

Dass in der Woche vor diesem ersten Saisonspiel uns noch mit Stürmer Roger (FC St. Pauli, 750.000$) und Abwehrchef Gabriel Santos (Toronto F.C. 500.000$) zwei Leistungsträger verlassen hatten, war ein klares Signal. Dennoch gab man als Saisonziel den sofortigen Wiederaufstieg aus, dem alles unterzuordnen wäre. Unter vorgehaltener Hand war jedoch zu hören, dass der Aufstieg notwendig sei um finanziell überhaupt überleben zu können. Wie der sportliche Qualitätsverlust mit hohen Zielen zu bewerkstelligen sei, wusste zwar niemand, doch Martelotti würde nichts anderes übrig bleiben als die Quadratur des Kreises zu schaffen.

Wie schwer dies sein würde, konnte man schon im Vorfeld erahnen. Offensichtlich wurde es aber durch das Spiel, welches zu diesem Zeitpunkt gerade stattfand: Wir waren von Beginn an verunsichert und es schien so als wären wir mit dem 3-3-3-1-System, welches der Trainer uns spielen ließ nicht klar kommen. Zwar kamen wir zu einigen Chancen in der Offensive, doch Diego Maurício scheiterte immer wieder am Schlussmann der Hausherren. Die Heimischen hingegen erkannten die Schwächen in unserer Defensive und machten sich diese zu nutze. Nach einem schweren Fehler im Abwehrzentrum von Vinicius Simon, hatte Alex Afonso freie Bahn und schloss in der 27. Minute mit einem traumhaften Schuss, der zentimetergenau unter die Latte geknallt wurde, ab.

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Von diesem Rückstand konnten wir uns nicht wirklich erholen. Die ohnehin vorhandene Unsicherheit prägte sich weiter aus und fand seinen Höhepunkt darin, dass Vinicius Simon in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Ball – völlig unbedrängt – ins eigene Tor beförderte.

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In der zweiten Hälfte wirkten wir wieder agiler, es fehlte allerdings die letzte Konsequenz um das Spiel noch drehen zu können. Stattdessen nützte Alex Afonso in der 68. Minute die nicht vorhandene Organisation der Abwehr erneut aus und köpfte den Ball nach einem Eckball völlig unbedrängt ins Tor. Damit war das Spiel entschieden.

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Für mich sollte es in diesem Moment aber erst beginnen, denn mit diesem Treffer rief mich der Trainer herbei. Ich wurde in der 70. Spielminute eingewechselt und bestritt mein erstes offizielles Spiel für Sport. Ich ersetzte Felipe Azevedo am linken Flügel, kam ein paar Mal am Ball und konnte sogar drei gute Chancen für Diego Mauricio vorbereiten. Diesem gelang es aber leider nicht auch nur eine davon zu nützen. Wie man dies macht, zeigte Alex Afonso in der 80. Minute, welcher mit dem 4:0 unseren endgültigen Untergang herbeiführte.

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16. April 2016, 10:55
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Super MK bis jetzt, auch mal was neues, anderes ... :-)

Bin mal gespannt, was die Hintergrundstory mit der Familie so alles ist und was da noch so für Storys dazu kommen ^^

Das erste Spiel verlief ja nicht sooo prickelnd, vor allem wenn man bedenkt, dass nen Aufstieg notwendig ist ...

Mich hast du als Leser, scheint echt interessant zu werden :-)

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16. April 2016, 20:19
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
FelixDynaball hat geschrieben:
Super MK bis jetzt, auch mal was neues, anderes ... :-)

Bin mal gespannt, was die Hintergrundstory mit der Familie so alles ist und was da noch so für Storys dazu kommen ^^

Das erste Spiel verlief ja nicht sooo prickelnd, vor allem wenn man bedenkt, dass nen Aufstieg notwendig ist ...

Mich hast du als Leser, scheint echt interessant zu werden :-)


Danke für das Feedback! Ja, Hintergrundberichte zum Privatleben wird es im Laufe der Story einige geben. Habe mir dafür eine recht komplexe Biografie des "Hauptdarstellers" zurecht gelegt. Anfänglich erlebt Pedro Lopes Zonta aber enorm viele wichtige, persönliche Ereignisse auf sportlicher Ebene. Daher wird dies anfangs im Mittelpunkt stehen. Im weiteren Verlauf wird das Privatleben aber eine zunehmend bedeutendere Rolle einnehmen. Mal sehen ob es Pedro in seiner Karriere beflügelt, oder doch eher hemmt. :skeptisch:

Bezüglich Spiel muss dazu gesagt werden, dass ich bewusst keine vorgegebenen Trainingspläne und auch kein Spielsystem bzw. Taktik reingeladen habe, sondern dies alles selbst erstelle und mich dabei austeste. Habe bis vor kurzem noch den FM08 gespielt. Daher sind die Erfahrungen für mich tatsächlich Neuland. Habe im 14er bisher nur 1 privaten Spielstand mit 1,5 Saisonen gespielt. So hoffe ich, dass etwas Spannung reinkommt.

So, nun aber zum nächsten Teil:


28. Juli 2013: Absolute Euphorie in Brasilien – nicht aber bei Sport!

Die Weltmeisterschaft warf ihren langen Schatten bereits ein Jahr vor ihrem Beginn voraus. Die Unruhen im Land, die von der großen Masse der sozial Benachteiligten im Land ausgingen, wollten auch nach des Confed-Cups nicht abnehmen. Ich hatte für diese Aufstände großes Verständnis, wusste ich doch selbst nur zu gut, wie schwer das Alltagsleben für die Millionen von Menschen in den Favelas ist. Dass einerseits das Geld für eine flächendeckende Versorgung mit Strom und Trinkwasser fehlte, von einem funktionerenden Bildungs- und Gesundheitssystem keine Rede sein konnte, aber Milliarden für die Austragung von sportlichen Großereignissen, von denen wirtschaftlich nur die dünne Oberschicht profitierte, ist rational auch nicht erklärbar.

Doch lässt man diese politischen Begleitumstände bei Seite und konzentriert sich auf das Sportliche ist die WM im eigenen Land natürlich eine wunderschöne Sache. Mit der Rückkehr von Scolari als Teamchef der Selecao, kehrte auch der Erfolg nach Brasilien zurück. Der Sieg im Confed-Cup, den Brasilien wenige Wochen davor einfuhr, entfachte eine absolute Euphorie im Land. Jeder war überzeugt davon, dass im Sommer 2014, die Scharte vom Maracanaço ausgemerzt werden würde. Dass man im Finale des Confed-Cups die zuvor seit 29-Pflichtspielen ungeschlagenen Spanier vorführte, nährte diesen Traum erst Recht.

U-20 Weltmeisterschaft in der Türkei
Zusätzliches Futter für die Titelträume gab es durch die U-20-Weltmeisterschaft, die zu dieser Zeit in der Türkei ausgetragen wurde. Meine Alterskollegen spielten ein erfolgreiches Turnier und konnten den Titel von 2011 erfolgreich verteidigen. Dabei hatte das Turnier alles andere als vielversprechend begonnen. Nach zwei mühsamen 1:1-Remis gegen Peru und Spanien stand die Selecao vor dem letzten Gruppenspiel mit dem Rücken zur Wand. Als Paraguay im alles entscheidenden Spiel auch noch mit 1:0 in Führung ging, schien das frühe Ausscheiden besiegelt. Doch mit einem Kraftakt in der zweiten Spielhälfte konnte Brasilien das Spiel noch drehen. Vitinho erzielte den Ausgleich, ehe FC Porto-Stürmer Kelvin in der 66. Spielminute den vielumjubelten Siegestreffer erzielte, welcher Brasilien sogar noch den Gruppensieg bescherte.

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Von da an lief es wie am Schnürchen: Im Achtelfinale wurde Algerien mit 5:1 weggefegt, im Viertelfinale schaltete man England mit 3:2 aus, ehe man sich mit einem ungefährdeten 2:0 Sieg gegen Belgien den Einzug ins Finale sicherte. Dort wartete mit Portugal eine herausragende Elf und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Entschieden wurde das Finale durch ein Tor von Rafinha, dessen Einberufung im Vorfeld hart kritisiert wurde. Der Spieler, der in La Masia ausgebildet wurde und gerade den Sprung in den Kader des FC Barcelona geschafft hatte, spielte zuvor in einigen Jugendauswahlen von Spanien. Erst kurz vor der EM hatte er sich entschieden zukünftig das gelbe Trikot der Selecao zu tragen. Doch mit diesem Treffer wurde ihm seine Vergangenheit verziehen und er zeigte sich würdig für seine Heimat zu spielen. Somit hatte Brasilien mit dem Confed-Cup und der U-20 WM die letzten beiden Großereignisse vor der WM im eigenen Land für sich entscheiden können. Somit konnten die Menschen in Brasilien, aus sportlicher Sicht, den Start des größten Turniers der Welt nicht mehr erwarten.

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Sport Recife – America FC Natal
Diese Ungeduld zeigte sich auch bei den Fans von Sport. Allerdings aus ganz anderen Gründen. Nach dem miserablen Auftakt in Guaratinguetá, verlief auch die Heimpremiere nicht wunschgemäß. Sie begann so, wie das erste Auswärtsspiel geendet hatte. Die Abstimmung in der Abwehr stimmte nicht, was sich in der 7. Minute darin äußerte, dass Perreira viel zu spät mitaufrückte und so die vermeintliche Abseitsstellung von Chiqinho Alagoano aufhob. Dieser kam nun fünf Meter vor dem Tor zum Ball und hatte kein Problem diesen in die Maschen zu befördern. Damit führten die Gäste bereits früh mit 1:0.
Im Gegensatz zur Vorwoche sollte uns aber ein schnelles Aufbäumen gelingen: Bereits fünf Minuten später gelang der Ausgleich. Felipe Azevedo erhielt nach einen Querpass von Diego Mauricio den Ball in der Mitte des Strafraumes, schlug noch einen Haken, schickte Torhüter Andrey mit einer Körpertäuschung ins falsche Eck und versenkt den Ball im Kasten.

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Danach war das Spiel klar in unseren Händen, doch die Chancenauswertung war wieder einmal Mangelware. Dennoch gingen wir in der 32. Minute in Führung: Torschütze war abermals Felipe Azevedo, der den Ball nach einem von Andrey abgewehrten Schuss von Diego Mauricio nur noch ins leere Tor befördern musste. In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel vor sich hin. Diego Mauricio hatte noch zwei Chancen um eine Vorentscheidung herbeizuführen, konnte unsere Führung aber nicht weiter ausbauen. Dass so etwas bestraft wird, gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen des Fußballs. Nur so ist der völlig unnötige und auch unverdiente Ausgleichstreffer für America Natal in der 80. Minute zu erklären.
Martelloti beorderte daraufhin alle Spieler nach vorne und versuchte das Spiel noch zu gewinnen.

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Dazu gehörte auch, dass er mich in der 86. Minute einwechselte und beinahe wäre es mir auch gelungen die Entscheidung herbeizuführen. Wir schrieben bereits die 93. Spielminute, als ich den letzten Innenverteidiger an der Strafraumgrenze umspielte und ungehindert Richtung Tor ziehen konnte. Mein Schuss landete aber genau in den Armen des Schlussmannes der Gäste. Somit blieb es beim 2:2 und uns blieb auch im zweiten Spiel der erste Saisonsieg verwehrt.

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ABC FC Natal - Sport Recife
Daher waren wir beim Gastspiel in Natal bereits heftig unter Druck. Es war absolut an der Zeit den ersten Saisonsieg einzufahren. Die Hoffnung, dass dies gelingen konnte war groß. Hatte unser Gegner doch die ersten beiden Saisonspiele verloren und stand am Ende der Tabelle. Zudem hätte es für uns keinen besseren Auftakt in dieses Spiel geben können. Bereits in der 4. Spielminute brachte Felipe Azevedo unsere Mannschaft in Führung. Es sollte uns nach der frühen Führung aber nicht gelingen entscheidend nachzusetzen und so konnte die Heimmannschaft mit ihrer ersten gelungenen Aktion in diesem Spiel den Ausgleich erzielen. Schwenck kam knapp innerhalb der Strafraumgrenze zum Ball und zog direkt ab. Die Kugel ging an Innenverteidiger Vincius Simon, der zu spät attackierte, vorbei und senkte sich unhaltbar ins lange Eck. Damit war der offene Schlagabtausch eröffnet. Marcos Aurelio brachte uns in der 35. Minute mit einem schönen Heber erneut in Front, was auch die Pausenführung bedeutete. Allerdings konnte die Heimmanschaft in der 64. Minute neuerlich den Ausgleich erzielen – Torschütze war abermals Schwenck -, woraufhin Felipe Azevedo unsere Mannschaft in der 78. Spielminute zum dritten Mal an diesem Tage in Führung brachte.

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Doch wieder sollte es nichts mit unserem ersten werden, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit – also wenige Sekunden vor Schlusspfiff - war Magrao zum dritten Mal geschlagen. Gilcimar nutzte die Gunst der Sekunde und erzielte den Ausgleich, der für ABC Natal zugleich den ersten Punktgewinn der Saison bedeutete.

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Somit hatten wir nach 3 Spieltagen bereits neun Gegentore eingefangen und lagen mit nur zwei eroberten Punkten auf dem 15. Tabellenplatz. Von Euphorie war in unseren Reihen somit nichts zu spüren. Vielmehr gab es bereits heftige Proteste gegen den eingeschlagenen Kurs der Vereinspolitik. Präsident Luciano Fernandes wurde bereits vorgeworfen den Verein mit seiner Sparpolitik umzubringen. Es wurden Investitionen gefordert, mit denen die Aufstiegsambitionen auch gerechtfertigt sein würden. Die bevorstehenden Wochen versprachen also durchaus spannend zu werden.

Die Tabelle nach dem 3. Spieltag:

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18. April 2016, 22:04
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Oh, geht ja spannend weiter :-)

Schade, dass du die Chance in der 93 nicht genutzt hast :-(


Aber wird schon alles besser laufen, du schaffst das schon ^^


18. April 2016, 22:26
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
4. August 2013: Sport Club do Recife – ASA Arapiraca


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Die Stimmung im Verein war schon etwas gedrückt. Nach dem Abstieg in der Saison zuvor hatte in Recife jeder damit gerechnet, dass man in der Serie B von Anfang an eine bedeutende Rolle spielen würde. Da man nach drei Spieltagen mit zwei Remis und einer Niederlage noch immer ohne Saisonsieg dastand, begann langsam aber sicher so etwas wie Nervosität einzukehren. Dennoch waren wir als Mannschaft zuversichtlich, dass im Heimspiel gegen ASA Arapiraca der erste Sieg gelingen würde. Immerhin hatte der Gegner das gleiche Schicksal wie wir, und war mit einem Remis und zwei Niederlagen ebenso ohne Saisonsieg. Der Trainer setzte abermals auf sein 3-3-3-1-System, nahm aber in der Defensive erste Korrekturen vor. Rithely rückte von der 6er Position zurück in die 3er-Kette und übernahm damit die Aufgabe des Abwehrchefs. Seine Position im defensiven Mittelfeld wurde von Anderson Pedra übernommen. Eine weitere Änderung betraf die Innenverteidigung, wo der junge Oswaldo anstatt des zuletzt glücklosen Vincius Simon in die Startelf rückte.

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Doch die Umstellungen waren von wenig Erfolg gekrönt. Bereits mit der ersten Aktion in der 4. Spielminute gelang es Elionar Bombinha die Gastmannschaft in Führung zu bringen. Die ohnehin vorhandene Verunsicherung von Sport wurde dadurch noch verstärkt. Im Spiel von Sport gab es keine Struktur und keiner hatte den Mut, das Heft in die Hand zu nehmen. Dies führte letztendlich dazu, dass der Gegner mit zunehmender Spieldauer mutiger und auch stärker wurde. Die Konsequenz daraus, war der zweite Treffer von Elionar Bombinha, der den Außenseiter damit eine Zwei-Tore Führung bescherte.

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Wer Sport in den Wochen davor gesehen hatte, legte auch dieses Spiel bereits zu den Akten. Aber alle Skeptiker sollten Lügen gestraft werden, denn nach der Pause war das Team nicht wieder zu erkennen. Sport diktierte das Spielgeschehen nach Belieben, was sich auch in zahlreich herausgespielten Chancen widerspiegelte. Der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Marcos Aurelio war die logische Folge und als selbiger in der 72. Spielminute auch noch den Ausgleich erzielte, keimte plötzlich wieder Hoffnung auf.

URL=http://www.fm-arena.de/dp2.php?show=UdoH_160426_232251_7563.jpg]Bild[/URL]


Genau in dieser Phase sollte auch ich Felipe Azevedo ersetzen um auf dem Spielfeld für neue Akzente zu sorgen. Ein Schachzug, der auch aufgehen sollte. Als ich in der 84. Spielminute an der Strafraumgrenze den Ball erhielt, fackelte ich nicht lange und hob die Kugel über den Schlussmann hinweg ins lange Eck. Ein Versuch der von Erfolg gekrönt war. Ich konnte mein Glück kaum fassen, denn in diesem Moment hatte ich nicht nur meinen ersten Treffer im Profifußball erzielt, sondern damit auch einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir in der 2. Halbzeit das Spiel noch drehen konnten. Es war der Moment an dem sämtliche Dämme brachen und die Euphorie keine Grenzen mehr kannte.

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Doch unsere Freude und jene unserer fanatischen Fans kamen zu früh. Wieder einmal sollte uns in der Nachspielzeit der Todesstoß verpasst werden. Mit dem einzigen Torschuss der zweiten Spielhälfte konnte Diego Clementino dem Außenseiter doch noch einen Punkt retten. Angesichts der zwei völlig unterschiedlichen Spielhälften erschien das Remis leistungsgerecht, doch die anhaltende Serie ohne Sieg ließ erste Zweifel ob des eingeschlagenen Weges aufkommen. Es war sonnenklar, dass mit einem solchen Ergebnis die Lage noch angespannter werden sollte und auch meine Rolle als Fast-Siegestorschütze spielte nur noch eine untergeordnete Rolle. Anstatt meinen ersten Treffer so richtig feiern zu können, musste ich zwei verschenkten Punkten nachtrauern, und zur Kenntnis nehmen, dass unser Team eines jener sieben Mannschaften sei, dass bisher ohne vollen Erfolg in der Liga war.

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26. April 2016, 23:42
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Glückwunsch zum ersten Saisontor, auch wenn es leider am Ende kein Sieg wurde, so hätte man auf 12 vorrücken können, muss sich jetzt aber mit dem 14 begnügen, wird aber alles noch, der Trainer muss vielleicht noch bissel mehr auf dich setzen ;) ^^


27. April 2016, 22:05
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Danke für die Glückwünsche, Felix! Im derzeitigen Kader hat unser Proponent keine Chancen auf einen Stammplatz. Bei den finanziellen Verhältnissen kann sich dies aber schnell ändern. Mal schauen, wie es weitergeht. :wink2:
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25. August 2013: Eine leidvolle Reise!

Endlich war es Zeit aufzustehen. Seit Stunden hatte ich diesen Moment herbeigesehnt, denn an Schlafen war für mich in dieser Nacht nicht zu denken. Ich durfte dem Schnarch-Konzert meines Zimmerkollegen Oswaldo lauschen, während sich meine Gedanken um das gestrige Ereignis am Flughafen drehten. Eigentlich war dies das Letzte, was ich in der aktuellen Situation gebrauchen konnte, aber ich konnte einfach nicht abschalten und die Begegnung mit meinem Vater beschäftigte mich mehr als ich das wollte.

Über viele Jahre hinweg habe ich mich damit abgefunden, dass es ihn nicht mehr gibt. Ich wollte nicht daran glauben, dass er uns einfach im Stich gelassen und uns verlassen hatte. Ich war der festen Überzeugung, dass er gestorben war. Entweder weil er Opfer eines der Tausenden Mordanschläge, die es in dieser Stadt jährlich gibt, geworden war, oder weil er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hätte. Immerhin ist die letzte Erinnerung, die ich an ihn hatte, dass er sagte es keine Frage mehr sei, ob wir sterben, sondern nur noch, wann wir sterben würden und eigentlich jetzt der beste Zeitpunkt dafür wäre. Am Tag darauf war er einfach weg, was mich als ältesten Sohn der Familie in Verantwortung brachte.

Klar war seine damalige Situation alles andere als einfach. Nachdem wir vom Land in die Stadt gezogen waren, hatten wir Armut gegen Elend getauscht. Es schien auch kein Entrinnen zu geben. Mein Vater lief sich zwar die Beine wund, hatte jedoch keine Chance auch nur irgendeine Arbeit zu finden. Es war ein großer Irrtum, dass es in der Stadt leichter sein würde. So musste uns unsere Mutter über Wasser halten, die für reichere Menschen der Stadt Wäsche wusch. Sie war eine lebende Waschmaschine – nur günstiger als die Technik – und auch noch für etwas Anderes zu gebrauchen. Meine Mutter stritt es zwar immer ab, doch wer der Realität ins Auge sah, wusste, dass es nicht beim Wäsche waschen blieb, wenn sie sich in die Häuser der reichen Männer aufmachte.

Mein Vater war zunehmend frustriert und gab sich auf. Nach einer gewissen Zeit wollte er sich dem aussichtslosen Kampf um Arbeit nicht mehr stellen und widmete sich stattdessen der Cachaça – also dem Zuckerrohrschnaps. Angetrunken begann er mit uns zu schimpfen, unsere Mutter und auch uns Kinder zu schlagen. Er gab uns die Schuld an der ganzen Misere, weil wir ja unbedingt in die Stadt gehen wollten. Es wäre also gelogen, wenn ich sagen würde, dass wir ihn schmerzlich vermisst hätten. Letztendlich war ein Maul weniger durchzufüttern und ich war auch mächtig stolz darauf, dass ich dazu einen wesentlichen Beitrag leisten konnte. Dennoch kamen hin und wieder die normalen Gefühle eines Kindes auf, das sich nach einem Vater sehnte. Der Gedanke, dass sein Elend beendet war und uns nun von anderer Stelle aus beobachten würde, machte alles erträglicher. Vielleicht wollte ich auch deshalb glauben, dass er verstorben war. Damit war es einfacher die Situation zu verklären.

Nun war aber alles anders. Warum musste er sich zu erkennen geben, als wir mit dem Team am Flughafen ankamen um zu unserem Spiel nach Belem zu fliegen? Ich hätte ihn, ehrlich gesagt, nicht erkannt, hätte er mich nicht angesprochen. Zu einem Gespräch hatte ich weder Lust, noch gab es die Möglichkeit dazu, weil wir einfach abgeschirmt wurden und schnell durch die Sicherheitskontrollen gelotst wurden. Ich wusste nun aber, dass er lebt. Dies bedeutete auch, dass er seine Familie einfach im Stich gelassen hatte, weil er sich ohne uns größere Überlebenschancen ausrechnete. Und nun, wo es mir gelungen war mich aus den Favelas zu befreien, forderte er meine Hilfe ein. So viel konnte ich gerade noch verstehen, bevor er vom Sicherheitspersonal entfernt wurde.

Natürlich hätte ich ein Machtwort sprechen können und mich ihm kurz stellen können. Aber in diesem Moment war ich überfordert und wusste nicht, ob ich das wirklich wollte und was ich zu ihm sagen sollte. Also kam mir das Abschirmen ganz genehm. Dennoch dreht sich seither alles in meinem Kopf um diese Situation. Den ganzen Flug und auch die ganze Nacht habe ich darüber nachgedacht. Darüber was er wohl die ganzen Jahre gemacht habe, welche Hilfe er nun brauche, ob ich sie ihm gewähren sollte, falls ich das überhaupt könnte oder ob ich ihn bluten lassen sollte, so wie er uns bluten ließ. Ich dachte aber auch darüber nach, was passiert wäre, wenn er nicht gegangen wäre. Gewiss hätte ich mich nicht in den Dienst von Ramos stellen müssen und gewiss hätte ich viele Sachen nicht gemacht, auf die ich heute nicht besonders stolz bin. Andererseits wäre ich dann auch nie mit Leonis und Benson in Kontakt gekommen und mit Sicherheit heute noch dem täglichen Überlebenskampf auf der Straße ausgesetzt. Ich war mir also in vielen Sachen unschlüssig und wusste nicht so recht wie ich handeln sollte. Mir war lediglich klar, dass ich mit jemanden darüber reden musste.

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Doch dafür war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Als Team standen wir mittlerweile mit dem Rücken zur Wand. Die letzten Wochen waren nicht wirklich gut für uns gelaufen. In der Woche nach dem Remis gegen Arapiraca hatten uns gleich vier Spieler verlassen. Vor allem für den Abgang von Rithely, dem mit Abstand besten Defensivspieler des Teams, hatte – trotz der beträchtlichen Ablösesumme von 1,2 Millionen Dollar, die Lierse SK für den Wechsel bezahlte - kaum jemand Verständnis. Das danach auch noch das Duell der beiden Absteiger zwischen Figueirense und uns mit 3:1 verloren ging, brachte zusätzliche Unruhe in den Verein. Dass ich in diesem Spiel meinen zweiten Treffer erzielen konnte war nur ein schwacher Trost. Denn nach diesem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 sollte uns der Ausgleich nicht mehr gelingen. Dass wir gegen Ende stattdessen noch den dritten Treffer hinnehmen mussten war symptomatisch für unsere Verfassung.

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Damit standen wir nach fünf Spieltagen immer noch ohne Sieg da und Marcelo Martelloti bereits massiv in der Kritik. Vor allem das zu offensiv ausgelegte Spielsystem stieß auf großes Missfallen. Es gab eine erste Krisensitzung zwischen Trainerstab und Präsidium in dem Martelloti klargelegt wurde, dass man eine Reaktion auf den misslungenen Saisonstart erwarte, wozu auch Systemkorrekturen gehören würden. Daher liefen wir im Spiel gegen Belo Horizonte erstmals mit einer Viererkette und davor zwei Sechsern auf.

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Was folgte war ein verrücktes Spiel mit vielen Toren. Nach einer schnellen 1:0 Führung unsererseits, drehte unser Gegner das Spiel. Wir gaben uns aber nicht geschlagen und wurden auch mit dem Ausgleich belohnt. Als dann Belo Horizonte in der Schlussphase auf 3:2 erhöhte, wurde ich wieder in die Schlacht geworfen. Dieses Mal konnte ich zwar keinen Treffer beisteuern, aber dafür sollte uns das Glück hold sein. Hatten wir in dieser Saison bereits zweimal in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer hinnehmen müssen, so sollte dieses Mal ein später Treffer einen Punktgewinn einbringen. Marcos Aurelio zirkelte den Ball bei einem Freistoß aus knapp 20 Metern Entfernung über die Mauer und erzielte damit in der 92. Minute den Ausgleich zum 3:3, das gleichzeitig den Endstand bedeutete.

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Auf den ersten Sieg mussten wir aber weiterhin warten. Uns allen war klar, dass der Geduldsfaden schon beinahe überspannt war und uns nicht mehr viel Zeit bleiben würde um endlich in die Erfolgsspur zu kommen. Deshalb war das Spiel an diesem Tag von enormer Bedeutung. PSC Belem war Aufsteiger in die Serie B und hatte sich in der neuen Liga auch noch nicht zurechtgefunden. In den vorherigen sechs Spielen gelang dem Liganeuling nur ein einziger Sieg. Sollten wir auch hier keinen vollen Erfolg einfahren können, hätten wir nicht nur von einen schlechten Saisonstart hingelegt, sondern würden uns schon vielmehr in einer ausgewachsenen Krise befinden.

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Daher war es alles andere als angenehm, dass das Spiel mit einer kalten Dusche für uns begann. Ein Distanzschuss aus 25 Metern von Iarley, bei dem Torhüter Magrao keine gute Figur machte, brachte die Heimmannschaft in der 6. Minute mit 1:0 in Führung. Wr waren zwar bemüht das Spiel zu machen, doch wirkte dieses viel zu wenig flexibel und behäbig. Erst als sich Belem selbst schwächte und Ailson nach einer brutalen Blutgrätsche mit Rot vom Platz gestellt wurde, kamen wir zur ersten richtigen Chance in diesem Spiel. Diego Mauricio, der in der Zentrale deutlich wertvoller als am Flügel zu sein schien, ließ sich auch nicht lange bitten und schob trocken um 1:1 ein. Die Gastgeber stabilisierten sich in der Defensive aber erstaunlich schnell und ließen keine weiteren Offensivaktionen von uns zu, obwohl wir die klar spielbestimmende Mannschaft waren. Es schien schon alles auf ein farbloses Remis hinauszulaufen, als das Spiel doch noch eine entscheidende Wendung nahm.

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Ein unnützes Foul von Vincius Simon brachte Belem in der 88. Minute eine gute Freistoßmöglichkeit für Belem ein. Iarley der bereits den Führungstreffer zu Beginn des Spieles erzielt hatte, legte sich den Ball zurecht und beförderte ihn unhaltbar in die Maschen. Der Aufsteiger besiegte uns somit mit 2:1 und zog auch in der Tabelle an uns vorbei.

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Belem war für mich also keine Reise wert: Wir hatten verloren, ich kam nicht zum Einsatz und war um mindestens ein privates Problem reicher.


4. Mai 2016, 14:16
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Super Part mal wieder, die private Story war auch mal wieder super und ist echt spannend, bin sehr gespannt was da noch passiert :)

In der Liga läufts leider ebenfalls nicht so gut, aber wenigstens konntest du mal wieder treffen und warst sogar einmal bester Spieler deiner Mannschaft ... hoffe ihr kommt da unten wieder raus :)


4. Mai 2016, 23:10
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Interessante Karriere. Gibst dir echt Mühe :) :daumen: Sportlich wird es schon noch besser werden für das Team. Mal schauen ob die privaten Probleme gelöst werden können.

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5. Mai 2016, 17:02
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
@Undertaker: Danke für das Feedback. Freut mich, dass es Dir gefällt und meine Mühen erkannt werden. Das Privatleben von Pedro soll eine wesentliche Rolle spielen. Vorerst habe ich da ja mal einen konkreten Plan. Hoffe mal, dass mir die Ideen dazu nicht ausgehen. :-)

@Felix: Danke für das Lob. Mal sehen, wie die Saison noch verläuft. Scheint aber auf Fälle spannend und herausfordernd zu werden. Aber genau darin liegt ja auch der Reiz :-).

Darf auch vor dem Wochenende noch einen weiteren Teil präsentieren:

1. September 2013: Schicksalhafte Tage für Trainer Martelotti!

Eine ziemlich turbulente Woche lag hinter uns. Direkt nachdem wir wieder in Recife gelandet waren, wurden wir zum Vereinsgelände gefahren und uns mitgeteilt, dass Präsident Luciano Fernandes mit uns sprechen möchte. Also versammelten wir uns in der Kabine und während wir auf den Präsidenten warteten, ergriff unser Kapitän Perreira das Wort. Er gab uns zu verstehen, dass er in seiner langjährigen Karriere schon des Öfteren mit solchen Situationen konfrontiert gewesen war. Es gäbe nur zwei Möglichkeiten. Entweder würde uns in den nächsten Minuten mitgeteilt werden, dass Martelotti nicht mehr unser Trainer sei oder es würde eine letzte Aussprache geben. Er glaubte Signale zu erkennen, dass Zweiteres der Fall sein würde, denn über einen Trainerwechsel wird die Mannschaft im Normalfall kurz vor dem Training informiert und nicht extra eine Versammlung mitten in der Nacht einberufen. Er schwor uns darauf ein, dass wir uns geschlossen hinter unseren Trainer stellen und uns selbst dafür verbürgen sollten, dass wir den Karren noch aus dem Dreck ziehen werden. Es war also eine echte Brandrede unseres Kapitäns und man hatte das Gefühl als ob diese ein neues Feuer entfachen und die Mannschaft zusammenrücken würde.

Er sollte auch Recht behalten, denn tatsächlich war der Anlass der nächtlichen Versammlung, dass Fernandes unsere Meinung hören wollte. Er teilte uns schnörkellos mit, dass einige Mitglieder des Präsidiums der Meinung seien, dass es nun an der Zeit wäre die Reißleine zu ziehen und deswegen am nächsten Morgen auch eine außerordentliche Sitzung des Präsidiums stattfinden würde. Wenn das Team der Meinung sei, dass ein Tapetenwechsel notwendig wäre, dann wären die Würfel gefallen, andernfalls würde er sich für Martelotti einsetzen. Als die Worte des Präsidenten verklungen waren, wurde klar, dass jene von Perreira zuvor ihre Wirksamkeit nicht verfehlt hatten. Bis auf Marcos Aurelio, Vincius Simon und Patric ergriffen alle Spieler das Wort und sprachen sich für den Verbleib unseres Trainer aus. Luciano Fernandes bedankte sich anschließend bei uns für die aufrichtigen Worte und entließ uns in den Feierabend. Irgendwie hatte ich dabei den Eindruck, als wäre er froh gewesen, dass die Versammlung in diese Richtung verlief.

Am Montag warteten wir natürlich alle gespannt in der Kabine und die drei „stummen“ Mitspieler bekamen von unseren arrivierten Kräften einiges zu hören. Marcos Aurelio verteidigte sich damit, dass sein Leihvertrag nach der Hinrunde ohnehin auslaufen würde und er keine Veranlassung sehe, sich darüber hinaus mit dem Verein zu beschäftigen. Das brachte die Stimmung zum Überkochen und eine Eskalation wurde nur knapp vermieden. Als dann aber die Türe aufging und Luciano Fernandes den Raum betrat, hätte man dort eine Stecknadel fallen gehört. „Meine Herren,“ so begann Luciano Fernandes die Verkündung des Ergebnisses, „das Präsidium hat sich heute Morgen lange beraten und auch ein ausführliches Gespräch mit unserem Trainer geführt. Anschließend haben wir ihm mitgeteilt, dass wir es wohlwollend zur Kenntnis genommen haben, dass das Team mit ihm weiterarbeiten will und wir diesem Wunsch vorläufig entsprechen werden. Es liegt nun an Ihnen zu zeigen, dass das Vertrauen in den Trainer berechtigt ist. Er erwartet Sie am Trainingsplatz.“ Als der Präsident fertig war, brandete allgemeiner Applaus auf und es war so manches erleichternde, aber auch entschlossene Gesicht zu erblicken.

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In den darauf folgenden Tagen bemerkte man, dass dieses Ereignis nicht spurlos an den Spielern vorbeigegangen war. Alle wirkten eine Spur verbissener, engagierter und konzentrierter als zuletzt. Ich dürfte wohl eine der wenigen Ausnahmen gewesen sein, denn mein ungewolltes Treffen mit meinem Vater beschäftigte mich natürlich noch immer. Ich beschloss aber vorerst mit Niemanden darüber zu reden. Ich wollte in dieser Situation nicht meine privaten Befindlichkeiten über jene des Vereins stellen. Außerdem war ich mir ohnehin nicht sicher, ob er überhaupt noch einmal auftauchen würde. Es wäre durchaus möglich, dass er nach diesem misslungen Versuch mich zu kontaktieren, wieder in der Versenkung verschwinden würde. Dass er untertauchen kann, hatte er ja schon in den Jahren davor eindrucksvoll bewiesen.

Daher galt es den Fokus auf das Spiel gegen Ceara SC, die einen ähnlich bescheidenen Saisonstart wie wir hingelegt hatten, zu richten. Im Gegensatz zu uns hatte Ceara den Turnaround aber bereits geschafft und die letzten beiden Spiele gewonnen. Der Druck, der auf uns lastete war aber enorm. Nicht zuletzt aufgrund des Umstandes, dass die „Lance!“ über unser Krisentreffen berichtete und sich auf eine Quelle aus dem Präsidium bezog, die meinte, dass sich der Verein eine Trainerentlassung schlicht und einfach nicht leisten könne und das Einholen von Solidaritätsbekundungen der Spieler eine gesteuerte Aktion war um das weitere Agieren des Notnagels Martelotti zu rechtfertigen. Ich ließ mich dadurch aber nicht verunsichern, schließlich stand meine Loyalität gegenüber meinem Mentor ohnehin nicht in Frage. Es war aber nicht zu übersehen, dass das kleine Grüppchen rund um Vincius Simon seine Freude mit dieser Nachricht hatte. Dies schien auch der Trainer selbst mitbekommen zu haben. Denn Vincius Simon, der zuletzt in der Innenverteidigung gesetzt war und einige entscheidende Fehler fabrizierte, stand nicht mehr im Kader. Stattdessen rückte Tobi vom defensiven Mittelfeld um eine Position zurück und seine Position wurde wiederum von Welton eingenommen. Eine weitere Überraschung bestand darin, dass Marcos Aurelio neben mir auf der Bank Platz nehmen musste und statt seiner Felipe Azevedo mit Diego Mauricio das Sturm-Duo bildete. Es sei vorweggenommen, dass wir beide in diesem Spiel nicht eingetauscht wurden.

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Die etwas mehr als 10.000 Zuschauer bekamen allerdings keinen besonderen Augenschmaus zu sehen. Vielmehr war es eine verkrampfte Partie, in der beide Teams versuchten über den Kampf ins Spiel zu finden. Es gelang jedoch nur selten die eingeleiteten Aktionen auch zu Ende zu spielen. Nach einer torlosen ersten Hälfte übernahmen wir zu Beginn des zweiten Durchganges das Kommando. Meine Mitspieler waren nun deutlich aktiver und zeigten, dass sie den unbedingten Willen hatten, dieses Spiel zu gewinnen. Der Führungstreffer in der 60. Minute war daher auch verdient. Die Umstände des Treffers waren jedoch symptomatisch für dieses Spiel. Camilo schoss aus knapp 20 Metern auf das Tor. Der Schuss wirkte erst harmlos und sollte kein Problem für Dionantan darstellen. Er hätte den Ball, welcher in langsamem Tempo auf ihn zukam nur mit beiden Händen aufnehmen müssen. Doch plötzlich sprang der Ball ans Knie des Schlussmannes und wurde von dort auf den rechten Innenpfosten abgelenkt, von wo der Ball hinter die Linie kullerte.

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Wer glaubte, dass der Führungstreffer den Knoten im Spiel von Sport löste, wurde aber enttäuscht. Die Angst vor einem Gegentreffer hemmte unser Spiel und wir mussten froh sein, dass Ceara uns an diesem Tag nichts entgegenzusetzen hatte. Über die gesamten 90 Minuten gesehen gab es keinen einzigen Torschuss auf das Gehäuse von Magrao, weshalb unsere Führung ungefährdet blieb. Kurz vor dem Ende konnte Diego Mauricio mit einem schönen Heber die Führung sogar noch ausbauen und somit für den ersten Saisonsieg noch positive Ergebniskosmetik betreiben.

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Dieser für die Moral und auch für den Trainer so wichtige erste Saisonsieg wurde also endlich eingefahren. Die drei Punkte, die unserem Konto dadurch gut geschriebenen wurden, reichten um an Ceara SC vorbeizuziehen und die Abstiegsränge wieder zu verlassen. Nun galt es diesen Schwung in die bevorstehenden Spiele mitzunehmen.

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6. Mai 2016, 15:16
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Hallo Udo,
ich habe mir jetzt die Zeit genommen, mir deine MK einmal anzusehen. :mrgreen:

Sie gefällt mir sehr gut. :daumen:

Auch die Berichte/Informatioen zu deiner Kindheit, bzw. Privatleben, sind sehr interessant zu lesen.

Zu deiner "Karriere".
Wenn die Vorgabe für dich ist, den Aufstieg zu schaffen, so wirst du dieses wohl kaum erreichen.

Schon jetzt erhälst du die "Drohung" einer vorzeitigen Entlassung.

Fragen:
Wie sieht die finanzielle Lage aus?
Welche Planungen hast du, betr. Ausgaben in neue Spieler,
Verlängerungen von Verträgen und Ausbauten der Infrastruktur usw.?
Wie hast du die Aufgabenverteilung bei deinen Mitarbeitern, Trainerstab, Management/PR, eingestellt?
Da du ja keinen der TPs für den FM14 von Zisu verwendest,
würde mich interessieren, wie du, hinsichtlich der einzelnen Trainingsgruppen,
die Einstellungen der einzelnen Trainingswochen selber vorgenommen hast?
Überdenkst du, wegen deiner Ergebnisse, eine Änderung deiner Formation, Einstellungen usw.?

Da du ein 3-3-3-1-System, im 3D-Modus spielst, würden mich deine Einstellungen,
betr. Taktik, individuellen Anweisungen und Laufwege interessieren.

Bin gespannt darauf, wie es weiter geht. :gruebel:

:winke: Gruß


6. Mai 2016, 17:01
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Hallo Dino! :winke:

DINO-12 hat geschrieben:
Hallo Udo,
ich habe mir jetzt die Zeit genommen, mir deine MK einmal anzusehen. :mrgreen:

Sie gefällt mir sehr gut. :daumen:

Auch die Berichte/Informatioen zu deiner Kindheit, bzw. Privatleben, sind sehr interessant zu lesen.


Freut mich, dass Du dir die Zeit genommen hast um meine MK hier zu nachzulesen. Auf die durchstrukturierte Kindheit bzw. das Vorleben hab ich besonderen Wert gelegt. Insofern freut es mich umso mehr, dass dies auch angenommen wird. Aber keine Sorge, ihr kennt ja erst die Spitze des Eisberges :mrgreen: .

DINO-12 hat geschrieben:
Zu deiner "Karriere".
Wenn die Vorgabe für dich ist, den Aufstieg zu schaffen, so wirst du dieses wohl kaum erreichen.

Schon jetzt erhälst du die "Drohung" einer vorzeitigen Entlassung.


Die Vorgabe zu Saisonbeginn war der Aufstieg. In dieser Hinsicht scheint es wirklich so, als würde es mir nicht gelingen diesen Ansprüchen gerecht zu werden. In Anbetracht der Voraussetzungen ist dies auch wenig verwunderlich. Siehe unten.

Im Falle einer Entlassung würde Pedro Lopes Zonta halt weiterziehen. Irgendwo würde der junge Kicker in der Winterpause schon unterkommen. Vielleicht tut einem Spieler mit dieser Vita der Umzug in eine andere Stadt bzw. in ein anderes Land auch gut. Vielleicht kann er erst dort - frei von privaten Problemen - aufleben. Vielleicht würde er aber auch genau daran zerbrechen. Wer weiß das jetzt schon?

DINO-12 hat geschrieben:
Fragen:
Wie sieht die finanzielle Lage aus?
Welche Planungen hast du, betr. Ausgaben in neue Spieler,
Verlängerungen von Verträgen und Ausbauten der Infrastruktur usw.?


Die finanzielle Lage ist eine sehr triste. Sie ist in Wahrheit katastrophal. Bereits bei Spielstart fehlten fast 7 Millionen an Gehaltskosten und eine knappe Million für das Erhalten (!) der Infrastruktur. Durch die Abgänge konnte zwar einiges an Gehalt eingespart werden. Dennoch fehlen derzeit nach wie vor 4,1 Millionen und weitere 900.000 in der Infrastruktur. Budgetänderungen lässt der Vorstand aufgrund mangelndem finanziellen Vertrauen nicht zu.

Daher wird es im Winter mit Sicherheit einige Abgänge zu verzeichnen geben. Einige sind ohnehin vorgegeben (auslaufende Leihverträge), bei einigen werde ich mich aktiv bemühen, dass sie einen anderen Verein finden. An Verstärkungen (mit Ausnahme von verliehenen Rückkehrern), Vertragsverlängerungen, geschweige denn Ausbau der Infrastruktur ist momentan nicht zu denken. Derzeit verfüge ich ja nicht einmal über einen einzigen Mitarbeiter.

DINO-12 hat geschrieben:
Da du ein 3-3-3-1-System, im 3D-Modus spielst, würden mich deine Einstellungen,
betr. Taktik, individuellen Anweisungen und Laufwege interessieren.


Ja, am Anfang hab ich dieses System gespielt. Hat sich aber relativ schnell gezeigt, dass diese Variante nicht wirklich fruchtet und es zu viele offene Baustellen gibt. Aufgrund der sportlich angespannten Situation bin ich seit einigen Spieltagen auf eine Variante mit Viererkette und zwei Sechsern umgestiegen. Irgendwann in weiterer Folge werde ich aber wieder mit Dreierkette spielen, da sich mit dieser Variante der Fußball den ich mir vorstelle am ehesten umsetzen lässt. Da es sich bei beiden Varianten um Systeme handelt, die noch in der Entwicklung sind, waren die Einstellungen bei den jeweiligen Spielen auch unterschiedlich. Da wird noch an vielen Stellen geschraubt. Gerne zeige ich Dir aber, die letzte Variante des 3-3-3-1-Systems:

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DINO-12 hat geschrieben:
Bin gespannt darauf, wie es weiter geht. :gruebel:

:winke: Gruß


Ich auch! :mrgreen: Ich hoffe, dass Du dran bleibst.

Liebe Grüße

Udo


7. Mai 2016, 07:42
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
Hallo Udo,
vielen Dank für deine Antworten. :wink:

Allerdings fehlen mir noch die Antworten auf folgende Fragen:
DINO-12 hat geschrieben:
Fragen:
Wie sieht die finanzielle Lage aus?
Welche Planungen hast du, betr. Ausgaben in neue Spieler,
Verlängerungen von Verträgen und Ausbauten der Infrastruktur usw.?
Wie hast du die Aufgabenverteilung bei deinen Mitarbeitern, Trainerstab, Management/PR, eingestellt?
Da du ja keinen der TPs für den FM14 von Zisu verwendest,
würde mich interessieren, wie du, hinsichtlich der einzelnen Trainingsgruppen,
die Einstellungen der einzelnen Trainingswochen selber vorgenommen hast?

Überdenkst du, wegen deiner Ergebnisse, eine Änderung deiner Formation, Einstellungen usw.?

Da du ein 3-3-3-1-System, im 3D-Modus spielst, würden mich deine Einstellungen,
betr. Taktik, individuellen Anweisungen und Laufwege interessieren.

Zu deiner Formation/System, mit deinen Einstellungen:
Wenn ich mir diese ansehe, so wundert es mich nicht, dass du damit keine Erfolge/Siege "einfährst".

Taktik:
Warum spielst du mit Abseitsfalle und Konterspiel?
Warum nur mit einem so geringen Einsatz?
Die Positionstreue deiner Spieler ist sehr gering.
Dazu kommen noch die "falschen" Laufwege.
Mit diesen Einstellungen sind die Außenbahnen in der Defensive vollkommen "ungeschützt".
Zeige mir doch, bitte, mittels Textform, die individuellen Einstellungen deiner Spieler.

Damit du "siehst", was ich meine, siehe hier:

post1427087.html#p1427087

Bin gespannt auf deine Antworten.

Bis dann

:winke: Gruß
Dino


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Nachtrag:
Da es mich interessiert hat, wie es ist, ohne Talentanzeige und Stärke zu spielen,
habe ich dieses jetzt einmal „gemacht“.
Dazu habe ich den FM14 verwendet und mit der Standard-Datenbank ein Neues Spiel begonnen.
Mit deinem Verein „Recife“.

Wie bin ich vorgegangen?
Erstens:
Die Aufgabenverteilung der Mitarbeiter, Trainerstab und Management/PR, vorgenommen.

Zweitens:
Anhand der Spielerinfos die Spieler in die 2. Mannschaft verschoben,
die für „deine“ Formation/System nicht in Frage kommen.

Drittens:
Anschließend, wieder per Spielerinfos, die Spielerpositionen „vergeben“,
die, entsprechend ihrer Spielerpostionen, Rückennummern "gegeben"
und die individuellen Trainingsziele eingestellt.

Viertens:
Die Spieler auf die drei Trainingsgruppen „verteilt“ und den
TP für den FM14 von Zisu „geladen“.

Fünftens:
Die Einstellungen im „Automatischen Trainingsumfang“ eingestellt. und aktiviert.

Sechstens:
Die Formation 3-3-3-1, mit der Taktik, Anweisungen, individuellen Anweisungen
und Laufwegen „erstellt“ und gespeichert.
Diese Formation/System auf alle Mannschaften übertragen.

Siebtens:
Im Kalender die Termine eingetragen.
(u.a. drei Freundschafts-/Vorbereitungsspiele, gegen Vereine aus der 1. Liga)

Achtens:
Ich habe diese drei Freundschafts-/Vorbereitungsspiele „durchgeführt".

Solltest du Interesse an Screenshots haben, so würde ich dir diese hier zeigen.


7. Mai 2016, 08:02
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Beitrag Re: Pedro Lopes Zonta - Das Leben auf der anderen Seite
DINO-12 hat geschrieben:

Allerdings fehlen mir noch die Antworten auf folgende Fragen:
Wie hast du die Aufgabenverteilung bei deinen Mitarbeitern, Trainerstab, Management/PR, eingestellt?


Ich habe keine Mitarbeiter, da ich das Spiel ohne Mitarbeiter gestartet habe und aufgrund des überzogenen Gehaltsbudgets es derzeit nicht möglich ist Mitarbeiter einzustellen. Ergo mache ich alles selbst.


DINO-12 hat geschrieben:
Da du ja keinen der TPs für den FM14 von Zisu verwendest,
würde mich interessieren, wie du, hinsichtlich der einzelnen Trainingsgruppen,
die Einstellungen der einzelnen Trainingswochen selber vorgenommen hast?



Da ich keine Mitarbeiter habe, verfüge ich auch nur über eine Trainingsgruppe. Die Trainingseinstellungen nehme ich jeden Montag manuell vor. Anfangs standen Fitness und Taktik im Vordergrund. Nun gilt es diese Werte zu halten und passendes Training zur Weiterentwicklung der Spielerfähigkeiten miteinzubauen. Die Trainingsziele von Pedro Lopes Zonta haben dabei den Vorzug.

Hier ein Beispiel aus einer Woche mit Freundschaftsspiel:

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Bis auf kurze Pässe standen alle Taktiken auf 5. Daher wurden die roten (auch weil spielfrei) und grünen Termine bevorzugt.

DINO-12 hat geschrieben:
Taktik:
Warum spielst du mit Abseitsfalle und Konterspiel?
Warum nur mit einem so geringen Einsatz?


Weil ich beides für nützlich finde. Bin ich im Angriff und stehe ich hoch, so hilft die Abseitsfalle dabei einen schnellen Konter zu unterbinden. In Phasen, in denen ich mich in der Defensive befinde, ist mir hingegen der schnelle Gegenangriff nach Balleroberung wichtig. Daher wird jede Funktion aktiviert sobald die taktische Fähigkeit auf 5 ist.

Der geringe Einsatz beruht darauf, dass bei allem was aus dem grünen Bereich rausgeht, die Spieler bereits nach 15-20 Minuten, trotz bester Fitness- und Frischewerte, völlig platt sind und dann nur noch Fehler produzieren. Mit den 25% hält sich das in Grenzen.

DINO-12 hat geschrieben:
Die Positionstreue deiner Spieler ist sehr gering.
Dazu kommen noch die "falschen" Laufwege.


Zugegeben, dass ist meine große Baustelle an der ich noch bastle. Ich will einerseits im Angriff klare Überzahl und andererseits hinten ausreichend rückversichert sein. Diese Balance ist mir nicht gelungen. Daher wurde im neuen System auch mehr Wert auf eine stabile Defensive gelegt und auf Variationsmöglichkeit im Angriff verzichtet. Ich will nicht zu viel verraten, aber in den nächsten Teilen wird auf das gute, alte Kick & Rush zurückgegriffen. Es ist nicht der Zeitpunkt um das Spiel weiterzuentwickeln, es muss schlicht und einfach der Job gerettet werden.

DINO-12 hat geschrieben:
Mit diesen Einstellungen sind die Außenbahnen in der Defensive vollkommen "ungeschützt".
Zeige mir doch, bitte, mittels Textform, die individuellen Einstellungen deiner Spieler.

Damit du "siehst", was ich meine, siehe hier:


Ja, dieses Risiko ist mir durchaus bewusst. Der Plan, dass bei Ballverlust sofort versucht wird die Kugel zurückzuholen und es erst gar nicht zu Gegenangriffen kommt, ist vorerst in die Hose gegangen. Jene Angriffe die trotzdem durchgingen, sollten entweder über die Abseitsfalle gestoppt werden, oder mit der Überzahl im Abwehrzentrum kompensiert werden. Da ist noch deutlich Luft nach oben. Aber gut Ding braucht ja bekanntlich Weile.

Taktikeinstellungen:
Einsatz: 25%
Abstöße: 20%
Abwehrreihe: 56%
Abseitsfalle: JA
Konterspiel: JA
Pressing: 60%
Passspiel, kurz-lang: 56%
Passspiel, vorsichtig-riskant: 44%
Spielmacher: nein
Sturmtank: nein
Angriffsseite: ohne Vorgabe
Flankenposition: 60%
Flankenhöhe: 40%
Ecken: 20%

Individuelle Anweisungen:
RV/LV:
Positionstreue: 20%
Tacklings: 40%
Vorstöße: 40%
Flankenhäufigkeit: 40%

IV:
Positionstreue: 20%
Tacklings: 40%
Vorstöße: 20%
Flankenhäufigkeit: 40%

DM:
Positionstreue: 20%
Tacklings: 40%
Vorstöße: 40%
Flankenhäufigkeit: 40%

OM:
Positionstreue: 40%
Tacklings: 40%
Vorstöße: 40%
Flankenhäufigkeit: 40%

RA/LA:
Positionstreue: 60%
Tacklings: 40%
Vorstöße: 60%
Flankenhäufigkeit: 40%
Ball halten

ST:
Positionstreue: 60%
Tacklings: 40%
Vorstöße: 60%
Flankenhäufigkeit: 40%
steil gehen
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

DINO-12 hat geschrieben:
Nachtrag:
Da es mich interessiert hat, wie es ist, ohne Talentanzeige und Stärke zu spielen,
habe ich dieses jetzt einmal „gemacht“.
Dazu habe ich den FM14 verwendet und mit der Standard-Datenbank ein Neues Spiel begonnen.
Mit deinem Verein „Recife“.


Du tust Dir was an! Freut mich aber, dass ich mit meinem Misserfolg deine Aufmerksamkeit erringen konnte. :daumen:
Ich bin auch überzeugt davon, dass Du mit deinem Wissen überhaupt nicht in eine solche Situation kommen würdest. Der Anreiz und die Herausforderung liegt für mich aber genau darin, dass ich mit dem Spiel noch nicht so vertraut bin. Hab erst vor wenigen Monaten vom FM 08 auf den FM 14 gewechselt, und noch ist das Spiel für mich durchaus spannend. :yay: :lach:
Interessant sind Deine Erfahrungen für mich allemal. Da ich aber bewusst selbst die Lösung suchen und meine Erfahrungen mit dem Spiel machen möchte, bitte noch nicht zu diesem Zeitpunkt. :schulterzuck: :sofa:

DINO-12 hat geschrieben:
Wie bin ich vorgegangen?
Erstens:
Die Aufgabenverteilung der Mitarbeiter, Trainerstab und Management/PR, vorgenommen.

Zweitens:
Anhand der Spielerinfos die Spieler in die 2. Mannschaft verschoben,
die für „deine“ Formation/System nicht in Frage kommen.

Drittens:
Anschließend, wieder per Spielerinfos, die Spielerpositionen „vergeben“,
die, entsprechend ihrer Spielerpostionen, Rückennummern "gegeben"
und die individuellen Trainingsziele eingestellt.

Viertens:
Die Spieler auf die drei Trainingsgruppen „verteilt“ und den
TP für den FM14 von Zisu „geladen“.

Fünftens:
Die Einstellungen im „Automatischen Trainingsumfang“ eingestellt. und aktiviert.

Sechstens:
Die Formation 3-3-3-1, mit der Taktik, Anweisungen, individuellen Anweisungen
und Laufwegen „erstellt“ und gespeichert.
Diese Formation/System auf alle Mannschaften übertragen.

Siebtens:
Im Kalender die Termine eingetragen.
(u.a. drei Freundschafts-/Vorbereitungsspiele, gegen Vereine aus der 1. Liga)

Achtens:
Ich habe diese drei Freundschafts-/Vorbereitungsspiele „durchgeführt".

Solltest du Interesse an Screenshots haben, so würde ich dir diese hier zeigen.


Besten Dank für das Angebot, aber wie oben erwähnt, interessieren mich die Screenshots schon, aber bitte erst zu einem späteren Zeitpunkt. Einzige Ausnahme sind die taktischen Einstellungen. Es mag vielleicht absurd klingen, weil Du immer mit dem absoluten Gegenteil konfrontiert bist, aber ich habe (zumindest noch) den Anspruch, dass ich im Laufe der Karriere ein Spielsystem finde, dass meinen Vorstellungen von Fußball gerecht wird und im FM auch erfolgreich ist. Kann sein, dass dies lange dauert, aber ich hoffe, dass es für Dich reizvoll ist, diesen Weg mitzuverfolgen.

Werde daher zukünftig auch meine Gedanken für die Entwicklung des taktischen Systems hier immer wieder erläutern. Ich muss aber gestehen, dass der Spielstand inzwischen deutlich weiter vorgerückt ist, als die Wiedergabe hier (muss erst die ganzen Teile schreiben). Aber ich werde dies zukünftig deutlicher dokumentieren. :mrgreen:

Noch kurz zu Deinen Schritten:
Ich glaube, dass wir unterschiedliche Voraussetzungen haben, da ich in einigen Bereichen (Ligensysteme, Fernsehgeld, Transfermarktmultiplikator) doch ganz schön herumgeschraubt habe. Die Schritte 1-2 waren in meiner Ausgangssituation nicht möglich.

Schritt 3 hab ich ebenfalls gemacht, wobei ich hier vor allem auch auf wirtschaftliche Interessen bedacht nehmen musste und daher alle Spieler verkaufte, bei den das möglich war und die a) entweder keinen Platz im Team hatten oder b) in der oberen Skala der Gehaltstabelle waren.

Zu viertens hab ich oben schon gesagt, dass ich die jeweilige Woche manuell am Montag plane. Da ich keinen Co-Trainer ist Schritt 5 nicht möglich. Der Trainingsumfang wird daher ebenfalls manuell (und zwar täglich) angepasst.

Sechstens habe ich ja gepostet und schon erwähnt, dass ich mir sicher bin, dass Du das viel besser erledigt hast. Gib mir Zeit, dass ich mich entwickle - auch wenn ich deinen Level niemals erreichen werde.

Siebtens habe ich mir aus finanziellen Gründen nicht leisten können und Freundschaftsspiele haben keine stattgefunden, da in meinem File bereits am 2. Juli-Wochenende Saisonstart ist.

Ich danke Dir herzlich für das ausführliche Feedback :daumen: und Deine Mühe :daumen:. Ich weiß es zu schätzen, dass Du mir helfen möchtest. Vor allem wenn ich bedenke, wie viele dich um Hilfe fragen, denen Du sagst, sie sollten erst selbst probieren.

Daher bitte ich Dich auch, dass Du die Screens gut verwahrst. Wenn Pedro Lopes Zonta weitergezogen ist, würden mich Deine Erkenntnisse und Einschätzungen zu Recife brennend interessieren.

Danke und liebe Grüße :winke:
Udo

P.S.: Der nächste Teil ist bereits in Arbeit und wird in Kürze hier zu lesen sein. :mrgreen:


8. Mai 2016, 22:58
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