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UEFA Champions League 2013/14 
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
Vorweg: Du musst beim nächsten mal auf die Formatierung achten. Ist extrem anstrengend so u lesen.

Zitat:
Fan des Klubs in deinem Dorf oder deiner Stadt zu sein, ist doch anders, als Fan von Real oder Chelsea.


Wieso? Jeder Fußball-Fan hat DEN einen Verein, mit dem er seit Beginn des Fan-Seins mitfiebert. Ich bin Fan vom FC Bayern. Und hab Sympathien für andere Vereine. Aber Fan-Sein und Sympathie ist ja was grundlegend verschiedenes.

Zitat:
Ich denke allerdings schon, dass Fans einer Spitzenmannschaft (in diesem Fall Chelsea) es nicht sehr gerne sehen, wenn sich ihre Mannschaft durch 2-3 Runden mauert, einschläfernd spielt und nur aus Standards trifft (ich übertreibe ein wenig, aber bei Chelsea wirklich nur ein wenig)


Warum sollten es die Fans nicht gerne sehen, dass ihr Team gewinnt? Es geht im Fußball nicht darum, wer den Schönsten, sondern wer den erfolgreichsten Fußball spielt. Klar es gibt auch Vereine (z.B.: Arsenal), die sich feiern weil sie schön gespielt haben, um dann aber in ihren Trophäen-Schrank zu schauen und voller Ernüchterung wieder feststellen müssen, dass schön spielen eben nicht das ist was zählt.

Außerdem: Wie definiert man schön im Fußball? Ist nur Offensiv-Fußball schön? Warum kann eine defensive Taktik nicht auch schön sein? Das ist das gleiche wie bei der Welt-Fußballer-Wahl. Da werden lediglich (mit vereinzelten Ausnahmen alle paar Jahrzehnte) Offensiv-Spieler zur Wahl gestellt.

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16. Mai 2014, 18:44
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
Zitat:
Ich denke allerdings schon, dass Fans einer Spitzenmannschaft (in diesem Fall Chelsea) es nicht sehr gerne sehen, wenn sich ihre Mannschaft durch 2-3 Runden mauert, einschläfernd spielt und nur aus Standards trifft (ich übertreibe ein wenig, aber bei Chelsea wirklich nur ein wenig)


Und trotz der "Mauertaktik" von Mourinho hat er ja Erfolg bei jedem Verein.
Der Erfolg gibt ihm in diesem Fall Recht.
Ein Fußballverein ist in erster Linie ein Wirtschaftsunternehmen, auch wenn der Fan es vielleicht romantischer hat und sieht, aber nüchtern gesagt spielen Firmen gegeneinander um den größtmöglichen Erfolg. Wenn dieser Erfolg sich nur durch ein äußerst defensives System bekommen lässt, dann ist es ein legitimes Mittel, auch wenn es nicht schön anzuschauen ist.
Wenn nun ein Mourinho sagt, dass er dieses System spielen möchte, dann wird er sich dabei was denken, sei es, dass der Gegner einem Team nicht liegt oder man nur so gewinnen könnte.
Als Fan eines Vereins ist man eventuell nicht immer zufrieden wie man spielt, aber ich denke mal jeder Fan hat lieber den Erfolg mit seinem Team, als dass man jedes Spiel mit Trompeten und Posaunen untergeht.
Ich gewinne lieber die CL mit einem mickrigen 1:0, vielleicht noch durch einen Elfer, der die einzige Chance ist, als dass ich mit 10:7 in der CL untergehe und ein geiles Spiel gesehen habe. Für den neutralen Beobachter ist sicherlich zweiteres deutlich interessanter, weswegen ich auch sage, dass das Hinspiel Atletico - Chelsea eines der schlechtesten Spiele ist, die ich gesehen habe, aber auch nur, weil ich weder zu dem einen noch anderen Verein halte und mir eigentlich Wurst ist wer am Ende weiter kommt, Hauptsache ich sehe ein nettes Spiel.

Zitat:
Fan des Klubs in deinem Dorf oder deiner Stadt zu sein, ist doch anders, als Fan von Real oder Chelsea.


Kommt drauf an wie du Identifikation deutest. Ich persönlich bin seit 15 - 18 Jahren Fan von Real Madrid und besuche auch häufig Spiele von denen. Dabei nicht nur vom Fußballklub, sondern auch von anderen Sparten.
Mich hat der HSV nie gereizt und mit dem FC Sankt Pauli sympathisiere ich und gucke auch viele Spiele, wenn die Zeit es zulässt. Zu Vereinen wie Viktoria habe ich eigentlich gar keinen Bezug.
Sicherlich kann man nun sagen in einem Dorf oder einer Stadt kennt man alle Spieler des Vereins, nur bezweifle ich, dass überhaupt 10% der Fans sagen: Einen größeren Verein als meinen Dorfklub davon bin ich kein Fan. Fast jeder hält zwar zu dem Klub in seiner Nähe, vielleicht aus seinem Dorf, aber doch hat jeder irgendwie auch einen Verein, sei es Bayern, Dortmund, Barca oder sonstwer wo er sagt: Das ist mein Lieblingsverein, über den erkundige ich mich fast täglich.
Und auch zu so einem großen Klub kann man eine Identifikation haben. Wie eingangs erwähnt bin ich schon lange Fan von Real und ich freue mich und leide mit diesem Verein wie mit keinem anderen Verein.

Zitat:
Identifikation ... ist das mittlerweile eher etwas, das von den europäischen Spitzenteams (oder sagen wir einfach mal konkret die derzeitige CL-Viertelfinalisten) nur noch wenige wirklich hinkriegen.


Du sprachst Bayern an, aber ich finde nicht, dass Bayern unbedingt das beste Beispiel ist. Sicherlich hat Bayern viele Spieler aus der Region oder Spieler, die schon lange bei Bayern spielen, aber auch diese Spieler kassieren das nötige Kleingeld um sich mit dem Verein zu "identifizieren." Als Spieler muss ich in 15 Profijahren viel Geld ansammeln um meinen Lebensstandard zu halten und vor allem weitere 50 Jahre ausgesorgt zu haben. Wenn ein Verein Erfolg hat, wie Bayer, Real oder andere und das nötige Geld haben, dann ist es auch leichter Spieler zu binden, denn warum sollte ein Spieler wechseln, wenn er sich wohl fühlt und gut verdienen kann und auch noch Erfolg hat?
Man kann ebenso Real als Identifikationsbeispiel bringen. Casillas spielt seit seiner Jugend hier, Raul kommt immernoch zu Real-Spielen (PS: Er kommt aus der Atletico Jugend ;) ) Karanka war CO-Trainer, Zidane ist es jetzt. Spieler wie Ramos und Ronaldo geben für den Verein alles, auch wenn man gerade Ronaldo immer wieder unterstellt, dass er nur hier ist wegen des Geldes. Pepe ist auch ein gutes Beispiel. Auch schon länger im Verein und gibt auch immer alles, wenn auch manchmal mit unfairen Mitteln, aber das tut auch ein Ribery und ein Robben oder Müller.
Wenn man sich die Spieler von Real anguckt, so ist jeder doch irgendwie auch ein Fan dieses Vereins und sagt wie Bale, Ronaldo oder Ramos, dass man "als Kind schon davon geträumt hat hier zu spielen." Warum sollte das also nicht auch bei anderen Klubs möglich seien, auch wenn diese deutlich mehr Geld haben als andere oder auf dubiose Weise das verdienen?
Dem Spieler kann es egal sein, dem Fan eines gegnerischen Vereins ist es ein Dorn im Auge.
Und so blöd es klingt, aber gerade die jüngeren unter uns wissen meist nicht, dass PSG, City und Chelsea um mal die bösen drei zu nennen, auch schon vor ihrem Geldfluss Traditionsvereine waren und auch Erfolge hatten. ;)
Und das Atletico neu sei, ist Humbug. Der Verein zählt schon seit Jahren neben Real, Barca und Bilbao zu den Topklubs, aber ist für die meisten erst durch die letzten Erfolge erst auf den Bildschirm gerückt.
Das ist in etwa so, wenn ich behaupte, dass Dortmund ein neuer Klub ist und man abwarten muss, ob die Spieler sich mit dem Verein auch identifizieren. Denn so dumm es vielleicht klingt, aber Dortmund und Atletico sind von der Vereinsgeschichte gar nicht so verschieden wie man denkt.

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17. Mai 2014, 13:36
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
Real Madrid 4:1 n.V. Atletico Madrid

Tja, was nimmt man aus so einem Finale mit? Dass der Fußballgott ein **zensiert** ist und kein Herz für Leidenschaft hat...

Atletico von den Spielern bis hin zu den Leuten auf der Tribüne sowas von kämpferisch überragend, aber am Ende setzt sich dann doch das widerliche Bonzen-Team aufgrund der individuellen Qualität durch.

In der 1. Halbzeit war Atletico klar besser. Defensiv überragend und nach vorne immer wieder gefährlich. Das Tor geht natürlich dennoch zu 97% auf Casillas. Die Führung zur Pause war dennoch absolut verdient, da Real nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts in der Offensive zustande gebracht hat. Einzig Bale hatte eine gute Chance, als Tiago ihm die Kugel auflegte, doch da schoss er kläglich danaben.

Im zweiten Durchgang hat Atletico sich dann zu weit zurückgezogen und zu wenig nach vorne gemacht. So haben sie es Real ermöglicht die Bälle zumidnest hoch in den 16er zu kloppen. Dennoch wäre es nicht unvedient gewesen, wenn das Ding mit 0:1 ausgegangen wäre, denn wirklich gute Torchancen hatte Real bis in die 93. Minute nicht. Dort konnte man dann leider den Eckball und das Tor durch Reals sympathischsten Spieler nicht verhindern. Obwohl Real im Grunde keinen Plan und überhaupt keine Torgefahr austrahlte, zeichnete sich das Tor aber irgendwie doch ab, da Atletico einfach platt war. Die gingen ab der 70. Minute auf den Zahnfleisch und so war es dann auch wenig verwunderlich, dass Real das Ding dann mitnehmen konnte. Allerdings konnten sie sich selbst gegen stehend kaputte Gegner kaum bis nichts erspielen, sodass es am Ende die überragende Einzelaktion von di Maria war, die ihnen den Sieg in der Verlängerung brachte.

di Maria war für mich auch der einzige Spieler bei Real, der wirklich überzeugen konnte. Mit Abstrichen noch Ramos, Modric hund Marcelo. Gerade die "Wunderknaben" Bale und Ronaldo waren dagegen mehr oder weniger kein Faktor in diesem Spiel. Ohne dass jetzt grundlegend auf Ronaldos Fähigkeiten zu münzen, aber heute war er ein kompletter Totalausfall. Er hatte letztendlich genau vier Szenen in diesem Spiel. Zweimal kullerten die Tränen, als der Schiri gegen ihn entschied, einmal zeigte er eine peinliche schalbe und dann war da noch sein Gala-Auftritt nach seinem Elfer zum 4:1. Klar, man freut sich extrem bei einem CL.Sieg, aber wenn man selbst so dermaßen schlecht war zieht man nicht so eine peinliche Jubelorgie ab. Gut, sowas handhabt dann halt jeder anders. Ich fand es einfach nur peinlich.

Bei Atletico fand ich vor allem den Auftritt von Villa bärenstark. Das war schon krank, was der da in den Schlussminuten alles in der eigenen Hälfte weggegrätscht hat und auch davor hat er im Rahmen seiner Möglichkeiten die Bälle gut gehalten und verarbeitet. Wobei das nur stellvertretend für die ganze Mannschaft steht. Da hat wirklich jeder bis zum erbrechen gekämpft und alles reingehauen. So macht Fußball Spaß, auch wenn ein MArcel Reif das nicht so ganz kapieren wollte...

Unterm Strich geht der Sieg dann aber schon irgendwo in Ordnung für Real, wenngleich "verdient" auch ganz sicher anders aussieht. Mit Diego Costa wäre das wohl nochmal eine ganz andere Partie gewesen. Bei Real hat sich aber auch einmal mehr gezeigt, was man schon so oft sehen konnte. Die haben einfach einen unfassbar schelchten Spielaufbau. Sobald Real nicht kontern kann, ist das Team völlig hilf- und planlos. Ich kann da beim besten Willen nicht erkennen, dass dieses Team den europäischen Fußball in den kommenden Jahren dominieren wird, so wie Schuster es angekündigt hat. Dafür ist die Mannschaft viel zu limitiert und das ist auch ein Grund, warum ich die ganzen Lobeshymnen auf Ancelotti für ziemlich überzogen halte.

Stark war auch der Auftritt des Atletico-Anhangs. Selbst bei den "Feierlichkeiten" nach dem Spiel hat man ja von der Real-Seite nichts vernommen und nur Atletico bestaunen dürfen. Alleine das wäre noch ein Grund mehr gewesen, dass Atletico den Titel hätte holen müssen, aber leider war es am Ende dann doch dem Sympathen-Team um Pepe, Marcelo, Coentrao und Ronaldo verdient zu jubeln...

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24. Mai 2014, 23:59
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
Hyper hat geschrieben:
Real Madrid 4:1 n.V. Atletico Madrid

Tja, was nimmt man aus so einem Finale mit? Dass der Fußballgott ein **zensiert** ist und kein Herz für Leidenschaft hat...

Atletico von den Spielern bis hin zu den Leuten auf der Tribüne sowas von kämpferisch überragend, aber am Ende setzt sich dann doch das widerliche Bonzen-Team aufgrund der individuellen Qualität durch.


Erinnert mich an Bayern letztes Jahr, wo Dortmund streckenweise die bessere Mannschaft war und trotzdem die widerlichen Bonzen aus München gewonnen haben.
Am Ende rächt es sich halt, wenn man sich nur zurückzieht und es auch nicht wirklich schafft für Entlastung zu sorgen, weil das Team ab der 70. Min schon stehend KO ist und auch das Zeitspiel einfach so offensichtlich ist, dass der Schiri endlich mal richtig ahndet und zeigt, dass man davon keinen Vorteil hat.
Ist zwar Schade für Atletico, aber das ist eben Fußball.

Hyper hat geschrieben:
In der 1. Halbzeit war Atletico klar besser. Defensiv überragend und nach vorne immer wieder gefährlich. Das Tor geht natürlich dennoch zu 97% auf Casillas. Die Führung zur Pause war dennoch absolut verdient, da Real nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts in der Offensive zustande gebracht hat. Einzig Bale hatte eine gute Chance, als Tiago ihm die Kugel auflegte, doch da schoss er kläglich danaben.


Naja ob das Tor wirklich verdient war, weiß ich nicht. Eine Chance und der Fehler von Casillas haben ausgereicht um das Tor zu machen. Bis zum Tor fanden beide Teams eigentlich nicht statt. Dass real danach verunsichert ist, wenn Casillas so nen Bock macht, ist verständlich. Das dann weitere Torchancen folgen ebenfalls. Zur Halbzeit sicherlich verdient, bis zum Tor jedoch absolut nicht.

Hyper hat geschrieben:
Im zweiten Durchgang hat Atletico sich dann zu weit zurückgezogen und zu wenig nach vorne gemacht. So haben sie es Real ermöglicht die Bälle zumidnest hoch in den 16er zu kloppen. Dennoch wäre es nicht unvedient gewesen, wenn das Ding mit 0:1 ausgegangen wäre, denn wirklich gute Torchancen hatte Real bis in die 93. Minute nicht. Dort konnte man dann leider den Eckball und das Tor durch Reals sympathischsten Spieler nicht verhindern. Obwohl Real im Grunde keinen Plan und überhaupt keine Torgefahr austrahlte, zeichnete sich das Tor aber irgendwie doch ab, da Atletico einfach platt war. Die gingen ab der 70. Minute auf den Zahnfleisch und so war es dann auch wenig verwunderlich, dass Real das Ding dann mitnehmen konnte. Allerdings konnten sie sich selbst gegen stehend kaputte Gegner kaum bis nichts erspielen, sodass es am Ende die überragende Einzelaktion von di Maria war, die ihnen den Sieg in der Verlängerung brachte.


Du vergisst aber noch die zwei bis drei Chancen allein vorm Torwart, die Bale hatte und vor allem Di Maria und Marcelo konnten immer wieder für Torgefahr sorgen. So chancenlos wie du Real darstellst, waren sie nicht. Es scheiterte lediglich am letzten Pass oder auch mal am Selbstvertrauen mal draufzuhauen. Oder wie bei Bale am Knick in der Optik.

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25. Mai 2014, 09:45
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
jnchero hat geschrieben:
Erinnert mich an Bayern letztes Jahr, wo Dortmund streckenweise die bessere Mannschaft war und trotzdem die widerlichen Bonzen aus München gewonnen haben.
Ich sehe da ehrlich gesagt überhaupt keine Parallelen, denn damals haben zwei gleichstarke Teams gegeneinander gepsielt, die beide überragende Individualisten in ihren Reihen hatten. Das war daher auch von der gesamten Qualität her ein anderes Spiel und da hat Dortmund letztendlich verdient den kürzeren gezogen, da die Bayern nach den ersten 20 Minuten das Spiel übernommen haben und doch recht deutlich überlegen waren. Spätestens in Halbzeit zwei haben sie sich den Sieg verdient.

Diesmal sah das schon anders aus, denn Atletico war wirklich ein Underdog. Die müssen nicht künstlich tiefstapeln wie Dortmund, sondern deren Kader war, spätestens nach dem Ausfall von Diego Costa wirklich nichtmal mehr im Ansatz auf dem Level von Real und dennoch hat man das im Grunde zu keiner Zeit gemerkt, da Real überhaupt keinen Plan hatte, wie sie dieses Spiel gewinnen sollen. Ich kann mich an kein Finale erinnen, wo eine Mannschaft sich so reingehauen hat. Die Grätschen von Vila und Felipe Luis in den Schlussminuten war einfach nur überragend, oder wie sich Miranda immer wieder dazwischen geworfen und so Angriffe gestoppt hat. Fußballerisch mag da snicht die hohe Kunst gewesen sein, aber mit was für eine Leidenschaft die agiert haben war einfach nur der Wahnsinn. Das war einfach der "Klassenkampf" wie er im Buche steht. Arm gegen Reich und "kleine" Verein kauft den Bonzen mit seinen Mitteln den Schneid komplett ab.

jnchero hat geschrieben:
Am Ende rächt es sich halt, wenn man sich nur zurückzieht und es auch nicht wirklich schafft für Entlastung zu sorgen, weil das Team ab der 70. Min schon stehend KO ist
Was aber eben auch am Kader liegt. Klar kann man jetzt die Unsinn mit der Aufstellung von Diego Costa diskutieren, aber es ist eben doch ein Unterschied, ob du auf der Bank einen Sosa oder Isco zum nachlegen hast.

jnchero hat geschrieben:
und auch das Zeitspiel einfach so offensichtlich ist, dass der Schiri endlich mal richtig ahndet und zeigt, dass man davon keinen Vorteil hat.
Ich fand eigentlich, dass sich das gestern extrem im Rahmen hielt. Da lag doch fast kein Spieler auf dem Boden. Einmal Gabi, der von di Maria gelegt wurde und dann noch Felipe Luis, der einfach komplett am Ende war und überhaupt nicht mehr Laufen konnte. Im Gegensatz zu dem, was man sonst so zu sehen bekommt, war das schon absolut harmlos. Ob die 5 Minuten in Ordnung waren? Ganz sicher nicht. Ist letztendlich aber auch völlig egal, denn das Tor fiel eben in der 93. und nicht in der 95. Minute und 3 Minuten nachspielen zu lassen war absolut ok.

jnchero hat geschrieben:
Zur Halbzeit sicherlich verdient, bis zum Tor jedoch absolut nicht.
Hab ja auch nichts anderes behauptet :wink:

jnchero hat geschrieben:
Du vergisst aber noch die zwei bis drei Chancen allein vorm Torwart, die Bale hatte und vor allem Di Maria und Marcelo konnten immer wieder für Torgefahr sorgen. So chancenlos wie du Real darstellst, waren sie nicht. Es scheiterte lediglich am letzten Pass oder auch mal am Selbstvertrauen mal draufzuhauen. Oder wie bei Bale am Knick in der Optik.
Naja, das Ding von Bale kann man in der Tat als Chance werten, aber wenn der Ball so neben das Tor kullert, dann war da auch nicht wirklich die gefahr gegeben, dass der Ball reingeht. Ich buche das daher nicht direkt unter einer großen Torchance ein. Da kann man eher den abgefälschten Freistoß von Ronaldo hernehmen, der aber letztendlich dann auch nicht direkt gefährlich war. Wo Real ansonsten frei vor dem Tor gestanden haben soll weiß ich beim besten Willen nicht.

Wie gesagt, der Sieg geht nach 120 Minuten in Ordnung, weil Atletico in der Verlängerung einfach nicht mehr auf dem Platz war. Das konnte man beim Solo von di Maria ja sehr gut sehen. Verdient ist aber eben dennoch was anderes, da Real wirklich nur deswegen gewonnen hat, weil der Gegner auf seinen besten Mann verzichten musste und in der Verlängerung keine Kraft mehr hatte. Von Real war ich da schon extrem enttäuscht, wie hilflos die im Grunde aufgetreten sind. Da war zu keiner Zeit irgendein Plan zu erkennen und das Spiel erinnerte zu 100% an die Bayern aus dem Viertel- und Halbfinale.

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25. Mai 2014, 12:32
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
Gianni hat geschrieben:
Vorweg: Du musst beim nächsten mal auf die Formatierung achten. Ist extrem anstrengend so u lesen.

Zitat:
Fan des Klubs in deinem Dorf oder deiner Stadt zu sein, ist doch anders, als Fan von Real oder Chelsea.


Wieso? Jeder Fußball-Fan hat DEN einen Verein, mit dem er seit Beginn des Fan-Seins mitfiebert. Ich bin Fan vom FC Bayern. Und hab Sympathien für andere Vereine. Aber Fan-Sein und Sympathie ist ja was grundlegend verschiedenes.

Zitat:
Ich denke allerdings schon, dass Fans einer Spitzenmannschaft (in diesem Fall Chelsea) es nicht sehr gerne sehen, wenn sich ihre Mannschaft durch 2-3 Runden mauert, einschläfernd spielt und nur aus Standards trifft (ich übertreibe ein wenig, aber bei Chelsea wirklich nur ein wenig)


Warum sollten es die Fans nicht gerne sehen, dass ihr Team gewinnt? Es geht im Fußball nicht darum, wer den Schönsten, sondern wer den erfolgreichsten Fußball spielt. Klar es gibt auch Vereine (z.B.: Arsenal), die sich feiern weil sie schön gespielt haben, um dann aber in ihren Trophäen-Schrank zu schauen und voller Ernüchterung wieder feststellen müssen, dass schön spielen eben nicht das ist was zählt.

Außerdem: Wie definiert man schön im Fußball? Ist nur Offensiv-Fußball schön? Warum kann eine defensive Taktik nicht auch schön sein? Das ist das gleiche wie bei der Welt-Fußballer-Wahl. Da werden lediglich (mit vereinzelten Ausnahmen alle paar Jahrzehnte) Offensiv-Spieler zur Wahl gestellt.


Entschuldigung, ich wollte so gut wie möglich zitieren, konnte das allerdings in einer halben Stunde nicht (ich noob) ;-) und musste dann weg wollte es aber noch abschicken...
darum zitiere ich jetzt so (am einfachsten, weil der Post eh kurz war)

Ich habe mich vielleicht nicht perfekt ausgedrückt: natürlich fiebert man mit seinem Verein mit, egal ob 3. Liga oder CL, Real oder Aachen, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Erwartungshaltung, wenn mein Herzverein ein Groß-Club ist, auch ein bisschen auf den Fußball-Stil und die Spieler übertragen wird, im Klartext, von Real oder Bayern oder eben auch Arsenal oder City wird auch von den Fans (NICHT Sympathisanten) eine gewisse Unterhaltung erwartet.

Ich denke halt, dass man als Fan! von Real oder Chelsea mit einer anderen Erwartungshaltung an den gebotenen Fußball in ein Spiel geht, als wenn ich Fan einer angesprochenen kleineren Mannschaft bin und (wie gut gesagt) vollen Einsatz und Kampf erwarte (das natürlich ist auch die Grundlage bei einem großen Verein, jedoch mMn noch ein kleines bisschen mehr) ;-)

Dass das grundsätzlich nicht wirklich richtig ist und auch nichts zählt, ist mir natürlich bewusst, und ebenso dass Fußball (vor alle in der CL) nicht unterhalten muss, der Job der Trainers ist es, Ergebnisse abzuliefern
Es ist meiner Meinung nach jedoch nicht abzustreiten, dass mit dem modernen Fußball und der Defensiv-Taktik vieler Trainer dem Fußballfan (und der steckt auch in jedem Vereinsfan) etwas von der Schönheit dieses Spiels genommen wird. Ganz zu schweigen davon, dass manche Spiele in der CL neutrale Zuschauer, die die besten Mannschaften sehen wollen, einfach nur noch enttäuschen.

Gestern war es spannend, ja, aber es hat mich an FIFA erinnert: Ecken sind die größte Gefahr (oder Standards) und dann geht vielleicht noch was mit dem Momentum, und/oder wenn die anderen platt sind ;-)

Noch kurz zum Zweiten: ja, Defensiv-Fußball kann auch schön sein, wenn ein Team gut verteidigt und einen Vorsprung (aus dem Hinspiel oder 1. HZ) über die Zeit bringt, alles ok, ist oft sogar beeindruckend, wie die Leute hinten das Spiel lesen und sich reinhauen, allerdings sollte das nicht der Plan für Hin- und Rückspiel ab dem 1/8-Finale in der CL sein ;-)
meine Meinung, denn dann wird für mich aus für mich aus gutem Defensiv-Spiel eher schon Ideenlosigkeit im Fußball, wenn man nur die Ecken rausholen will...
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jnchero hat geschrieben:

Als Fan eines Vereins ist man eventuell nicht immer zufrieden wie man spielt


Nichts anderes habe ich in meinen Posts auch gesagt ;-)
Ist der Erfolg da, ist es kein Problem, und man nimmt es in Kauf, weil sich eben auch alle volle Kanne bemühen und defensiv gute Leistungen bringen.
Jetzt hat Mou einmal keinen Titel geholt, und wenn City und Liverpool mit dem Wahnsinns-Offensivspektakel noch weitermachen können, kann es durchaus passieren, dass es auch die nächsten 1-3 Jahre nichts wird. Und eben dann glaube ich (und habe es behauptet) werden die FANS eben auch nicht mehr gerne sehen, wenn man sich gegen die großen zu Unentschieden oder 1-0 mauert, aber dann (und ich schaue die PL regelmäßig) einfach nicht umstellen kann und gegen Crystal Palace oder Stoke City dumm dasteht, weil die Grundtaktik da nicht hinhaut, und man offensiv ideenlos ist und auf Einzelaktionen von Hazard angewiesen ist (der ja wegwill, weil im der Stil auf die Nerven geht) :lol:

jnchero hat geschrieben:

Kommt drauf an wie du Identifikation deutest. Ich persönlich bin seit 15 - 18 Jahren Fan von Real Madrid


Kein Angriff ;-)
Nur die Frage, wenn Real jetzt spielen würde wie Chelsea (gegen Atletico oder Livepool etc.) und dabei KEINE Titel rausspringen, leidest du dann nicht umso mehr, weil dein Verein einfach "grindig" spielt? ;-) ich denke es ist erträglicher, keine Titel zu holen, wenn man zumindest mitfiebern kann wenn die Mannschaft versucht gut nach vorne zu spielen und zeigt, dass sie mit fußballerischen Mitteln versucht, den Gegner zu besiegen.
ist nur eine Frage, übrigens Glückwunsch zum Titel!

jnchero hat geschrieben:

Man kann ebenso Real als Identifikationsbeispiel bringen.


Identifikation ist natürlich schwer zu definieren.
Ich deute es so, dass einem der Verein am Herzen liegt, dass man (auch als man noch nicht für ihn gespielt hat) ein Fan oder Sympathisant war.

Real ist etwas strittig finde ich, Leute wie Casillas oder Ramos sind absolute Identifikationsfiguren, meine Beobachtung ist nur eher auch so, dass Real für viele Spieler vom Prestige her das Non-Plus-Ultra ist, dass sie deshalb zum Verein kommen, um für den (wahrscheinlich) größten Club der Welt gespielt zu haben, da ist es klar, dass man Vollgas gibt und sich einen Namen machen will.
Aber man kann das Beispiel bringen keine Frage, die Identifikationsgründe von Bale oder Ronaldo sind wahrscheinlich andere als bei den anderen.


25. Mai 2014, 22:14
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
Also vor einer Woche hätte meine Sympathie noch Atletico gegolten, aber als ich mich in der letzten Woche mal richtig mit dem Verein befasst habe, bin ich froh, dass sie verloren haben.

Die meisten Steuerschulden in Spanien, nur weil sie keine Steuer zahlen, können die sich die Stars leisten. Dann das Sponsoring mit Aserbaidschan usw. Also so einem Verbrecherverein würde ich keine Sympathien zuwerfen.


25. Mai 2014, 22:44
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Beitrag Re: UEFA Champions League 2013/14
So, nachdem ich noch etwas Bezug auf die vorigen Themen genommen habe, jetzt noch etwas zum gestrigen Finale:

Im Grunde bin ich Hypers Meinung, beide haben/hätten sich den Titel aus unterschiedlichen Gründen verdient. Atletico hat gekämpft bis zum Umfallen, der Underdog (nach Costas Auswechslung) hat alles in die Partie geworfen und hat Real nicht wirklich gefährlich werden lassen (die Chance die jnchero ansprach war, als in der 2. HZ gegen Ende Bale von rechts alleine aufs Tor zulief und wieder vorbeirollte, diesmal am kurzen Pfosten)

Ich glaube die neutralen Beobachter hätten es Atletico einfach gegönnt, auf der anderen Seite muss man sagen sie sind bereits Meister, also haben sie bereits riesig zu feiern, und aufgrund der individuellen Klasse aller Spieler (auch und vor allem der fußballerisch extrem begabten Verteidiger) von Real und deren Kondition, dass sie es wirklich gepackt haben, über die vollen 120 Minuten es immer zu probieren (auch wenn es in der 1. HZ eher dürftiges Probieren war) ;-) geht das schon in Ordnung mit der CL für die Galaktischen.

Fußballerisch, naja, wie gesagt, FIFA lässt grüßen, Standards, vor allem Ecken, sind die größte Gefahr, und beide waren vom Kombinationsspiel eher harmlos, aber gut, ich habe Mannschaften schon zu oft hier kritisiert, im Finale muss man eigentlich immer alle in Schutz nehmen, bei dem um was es hier ging.

Also haken wir dieses Finale einfach ab unter "eine Mannschaft musste die unglückliche sein" und reden wir lieber weiter über oben zitiertes ;-)


25. Mai 2014, 22:57
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